Jimi Lend im Museum

So ist nun meine Great Sarajevo Experience die ich als Steirischer Artist in Residence in Sarajevo verbringen durfte auch schon in einem Museum gelandet! Bis 29. 1. 2017 kann man in meine große Reise eintauchen und die fantastischen Kunstwerke der anderen Stipendiat_innen meines Jahrgangs bewundern. https://www.museum-joanneum.at/neue-galerie-graz/ausstellungen/ausstellungen/events/event//kunstraum-steiermark

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Grazity Rocker

So schnell kann es gehen und doch ist einige Zeit vergangen seit ich meine Heimatstadt ins nächstgrößere Exil verlassen habe. Nun nach 11 Jahren sieht mich meine Mutterstadt an der Mur wieder als Schauspieler in einer Theaterproduktion: Für das T’eig Theater stehe ich ab 9. November im Grazer Joanneum als Neoptolemos in Heiner Müllers modernem Klassiker „Philoktet“ auf der Bühne. Die geneigten Zuschauer_innen erwartet eine kurzweilige Aufführung in einem extremen Setting mit einer herausfordenden Sprache und drei wortgewaltätigen Schauspielern die ihresgleichen noch nicht gefunden haben.
Den Neoptolemos (Sohn von Deidameia und Achill, Eroberer größter Schlächter in Troja) habe ich übrigens 2005 in Howard Barkers „Sad Kissing“ schon einmal unter der Regie von Johanna Tomek für das legendäre Theatermbh in Wien gegeben. Damals sah der noch so aus:
Der Schlächter

Der Schlächter

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Steirischer Herbst, Winter ff.

In jenem turbulenten Sommer 2016 gelang es mir ein weiteres Mal mit den
Vitamins Of Society (siehe Link für Photos und Infos) eine Theatersommerproduktion auf die Beine zu stellen und über die Bühne zu bringen, die Ihresgleichen noch nicht gefunden hat. Wir hoffen das ZAUBEREISEN – Aufstand im Erz- und Grenzland, bald wieder auf einer Bühne zu sehen sein wird und erfreuen uns mittlerweile schon in der Postproduction.

Nach einer Woche in der mich istrianische Agenden dauern werden, bin ich ab 12. September wieder zurück in Staijrska und habe bis ins Frühjahr 2017 noch Spiel- und Handlungsraum für künstlerische Projekte aller Art! Love und Peace bald!

© bergschaf

© bergschaf

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Vozim biziklim.

Die Zeit vergeht wie im Flug hier auf meiner AiR Artist in Residency im Open Space Evergreen Sarajevo, aber es ist ein langsamer intensiver Gleitflug in eine Gesellschaft, die 20 Jahre nach dem fast 5-jährigen Belagerungsschockzustand wieder gelernt hat in Frieden miteinander zu leben. So ein ähnlicher Geist könnte in den mir als Teenie schon ersehnten 1968ern in Europa und den USA geherrscht haben und die Häufigkeit der guten Psycadelic Rock Beschallung wäre ein ebenso gutes weiteres Indiz dafür.

Die erste Bosnische DRaMa SLaM gleichzeitig DRaMa SLaM XXX wird am 20. Maj im Kriterion Avantgarde Kino Sarajevo von statten gehen. Als Autor_innen konnten wir bereits einige Student_innen und Absolvent_innen der hießiegen Theaterfakultät gewinnen und auch das örtliche Schauspieler_innenquartett wird ein Erlesenes sein.
Es geht also hervorragend voran und im Gespräch mit dem berühmten Dramatiker Almir Imširević wird mir wieder einmal erfreulich bewußt, was die Kernqualität einer künstlerischen Residenz ist:  Weiterlesen

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Sviđa mi se

Es gefällt mir! Nach den ersten Tagen und langen Sparziergängen zur Erkundung des Terrains habe ich nun auch das vibrierende Nachtleben meiner neuen Heimatstadt in Angriff genommen. Am Donnerstag haben die Österreichische Botschaft und Bauern helfen Bauern im hießigen Jugendtheater (Pozorište Mladih) ein Konzert des Srebenicaer Kinder- und Jugendchors von Superar  ausgerichtet. Es war eine beieindruckende Darbeitung von mehr als 50 Kindern, die nicht nur beeindruckend gesungen haben, sondern auch instrumental schon einiges aufzubieten haben. Nach einem kurzen Chat mit dem sehr sympathischen Botschafter Martin Pammer, der uns hilft zusätzliche Mittel für Drama Slam aufzutreiben, habe ich mit dem Kapitan einen Arbeitstreffen im Kriterion Kino und Kulturplatz, in dem die Drama Slam nun am 20. Maj tatsächlich stattfinden wird! Das Kino hat eine tolle Atmosphäre und wird von Student_innen betrieben, verwaltet und erhalten. Ein idealer Spielplatz der einen guten Rahmen für die Slam und die After Slam Party bieten wird!

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Weiter gings im Pink Houdini, wo Donnerstags Live-Poesie angesagt ist und tatsächlich, hier geht’s weiter

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Od kuće do kuće

Kann man sich in eine Stadt verlieben?- Offensichtlich.
Ich bin hin und weg. An jeder Ecke, wenn ich durch Deine Gassen oder an Deinem Fluss entlang streife, wenn ich zu den umliegenden Bergen aufschaue, wenn ich ein altes Haus betrete, fallen mir aus allen Winkeln Kleinodien ins Auge, die mein Herz vor Verzückung aufschreien lassen, die mich warm anfassen und geduldig zwischen sich umhertaumeln lassen. Wie schön kann man sein? Ich darf nun wochen- und nächtelang in Deinem Schoß liegen und innerlich geschwellt über die Zärtlichkeit schluchzen, die Du mir durch Dein bloßes Dasein zukommen lässt, die Du durch Dein tapferes Überleben möglich machst.

Schon geht es richtig ab mit mir, wie sich aus diesem Moment lyrischer Verklärung , gestern nachmittag leicht erkennen lässt. I’m walking on sunshine. Mit Zeit und einer Aufgabe in eine fremde Stadt zu gehen ist an sich schon genial,  Weiterlesen

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Živim i radim u gradu.

Sarajevo, oh Du schöne Stadt am roten Fluß…
Schon seit ich die Grenze zu Bosnien überschritten habe, ist mir immer wieder unvermutet danach, einfach drauf los zu singen und meinen Emotionen freien Lauf zu lassen.
Ich wohne unweit der Altstadt und erfreue mich auf meiner ersten Erkundungstour bereits an den Übergängen von sozialistischer, osmanischer und österreichischer Architektur. Der Kaffee in der klassischen Fußgängerzone ist nicht schlecht, der Kaffee im Bazaar ist richtig gut und nachdem ich ausreichend aufkoffeiniert bin, starte ich die erste Recherche für meinen kleinen Chevapi-Report, den ich einer jungen österreichischen Kulturzeitung versprochen habe. Zu mittag wird es heiß und ich ziehe mich zu Siesta und Sprachstudium in meine Residenz zurück. Des Abends treffe ich den Kapitan in einem ausgezeichneten Restaurant zu einer ersten Lagebesprechung bezüglich Drama Slam, und ich bin hocherfreut einen so hochkompententen und motivierten Gastgeber kennen zu lernen. Unverzüglich kontaktiert er einen Schauspieler, zeigt mir eine mögliche Spielstätte,  Weiterlesen

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Zdravo Sarajevo!

Ganz gemütlich, bin ich  gestern frühabends nach 2 tägiger Reise mit dem Zug über Zidani Most, Zagreb & Banja Luka, in der bosnischen Hauptstadt gelandet und bin nun dank der Weitsicht und Weltoffenheit der steirischen Demokratie Künstler in Residenz!
Ich bin hier um die erste bosnische Drama Slam mit zu organisieren und freue mich auf alle Anregungen, Ideen und vor allem gute Texte in bosnischer Sprache (BKS).
Der Empfang von meinem Kontakt Mak war sehr herzlich und mein Appartment allein, hoch über den Straßen der Stadt, mit einem, wie unten zu sehen, Balkon und tollem Panorama ist schon eine Reise wert. So aber jetzt hinaus in die montäglichen Straßen!
Als Erstes sollte ich mir einen schicken Jogginganzug besorgen, denn ein solcher scheint mir sehr bequem und außerem die lokale Nationaltracht zu sein.

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Ade-Ode

Ade
Ade
Ade

Ode vom Abschied
(Zum Frühlingsbeginn = Weltpoesietag 2016)
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Diagonale 2016 – Ein Brobrief/ing

miagonale Lieber Harry,

da ich weiß, wie sehr Du den österreichischen Film liebst und Dich in diesem Jahr sehr gute Gründe von Deiner Mutterstadt fern halten, schicke ich Dir hier meine persönlichen Eindrücke von den All Austrian Film Days 2016 in Graz:
(Be aware of spoilers)

Kurz zusammengefasst: Meine Diagonale 2016 war sehr lässig.
Nach über 25h reiner Projektionszeit hab ich nun einiges und sehr unterschiedliches an Ö-Film intus und ich kann berichten: die Lage ist nicht so schlecht.
Es sind viele gute Leute unterwegs und sie erzählen jede/r auf ihre/seine eigene Weise Geschichten von bestechender Aktualität.

TAG 1
Mittwoch morgen in unserem Heimkino, dem Annenhof, starte ich mein Filmfest mit dem Kurzdokumentarfilmprogramm 1:

Aufgeblendet wird mit „Leuchtkraft“ von Clara Stern und Johannes Höß. Ein 4 Minuten kurzer, perfekter Festivaleinstieg mit stimmungsvollen Bildern von, und kurzen Statements über klassische Neonlichtgeschäftsüberschriften.

In „Auf Augenhöhe mit dem Teufel“ von Alexander Naringbauer lerne ich durch Interviews und Aktionsbildern von Salzburger Krampusläufen mehr über die Leidenschaft unseres Krampuscousins Alex. Man atmet die Winterluft im Gasteinertal und blickt mit Unterstützung von coolen Zitaten (wer Canetti verwendet, hat bei mir schon viel gewonnen) hinter die heiter grinsenden Bartlmasken.

„The Sea You Have To Love“ bringt mich an die Adriaküste nach Rovinj und begleitet einen alten italienischstämmigen Fischer, der jetzt Touristen herumgondelt und eine kleine Indy-Fischercrew auf ihren Ausfahrten. Er dokumentiert ihren täglichen Kampf ums Überleben. Wirklich coole Bilder von der See und die latente Melancholie eines absterbenden Berufsstandes rühren mein Herz an. Das Filmteam kennst Du übrigens von Deinem Küsteneinsatz als junger Brenner. Weiterlesen

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